Mike Krack: Starker Weg vom Ingenieur zur Formel-1-Spitze
Vom BMW-Testingenieur zum wichtigen Rennleiter bei Aston Martin
Introduction
Mike Krack ist ein luxemburgischer Motorsport-Ingenieur und Manager. Bekannt wurde er durch seine Führungsrollen bei BMW Motorsport, BMW Sauber, Porsche und dem Aston Martin Formula One Team.
Er leitete Aston Martin fast drei Jahre als Teamchef. Seit Januar 2025 arbeitet er als Chief Trackside Officer und führt die Mannschaft an der Rennstrecke. Dort soll er gemeinsam mit Fahrern und Ingenieuren die bestmögliche Leistung aus dem Auto holen.
Kurzprofil
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Vollständiger Name | Mike Krack |
| Geburtsdatum | 18. März 1972 |
| Alter | 54 Jahre, Stand Juni 2026 |
| Geburtsort | Luxemburg |
| Nationalität | Luxemburgisch |
| Beruf | Motorsport-Ingenieur und Manager |
| Karrierebeginn | 1998 bei BMW |
| Aktuelle Position | Chief Trackside Officer |
| Aktuelles Team | Aston Martin Aramco Formula One Team |
| Frühere Position | Aston-Martin-Teamchef |
| Bekannte Stationen | BMW, Sauber, Porsche und Aston Martin |
| Fachgebiete | Fahrzeugentwicklung, Rennstrategie und Teamführung |
Krack absolvierte ein Ingenieurstudium und begann danach seine berufliche Laufbahn in der Automobilindustrie. Sein technischer Hintergrund wurde zur Grundlage für eine Karriere, die ihn durch mehrere große Rennserien führte.
Warum ist Mike Krack bekannt?
Er ist vor allem für seine Arbeit in der Formel 1 bekannt. Dort übernahm er technische, operative und später auch leitende Aufgaben.
Seine Karriere unterscheidet sich deutlich von der Laufbahn eines Fahrers. Während ein Rennfahrer das Fahrzeug steuert, verbindet Krack Datenanalyse, Fahrzeugentwicklung, Strategie und Personalführung.
Auch deutsche Zuschauer kennen ihn durch Interviews während der Grand-Prix-Wochenenden. Einen anderen Blick auf die Königsklasse bietet der Formel-1-Kommentator Sascha Roos, der Rennen für das deutsche Publikum begleitet.
Frühe Begeisterung für den Motorsport
Krack besuchte bereits als Kind Rennen in Spa-Francorchamps. Er erinnerte sich später daran, dass er trotz des häufig kalten und nassen Wetters immer noch eine weitere Runde sehen wollte.
Besonders beeindruckten ihn die Strecke, die Atmosphäre und der kleine Kartkurs im Innenbereich. Diese frühen Erlebnisse stärkten seine Begeisterung für schnelle Fahrzeuge und technische Zusammenhänge.
Spa blieb auch später ein wichtiger Ort für ihn. Er bezeichnete die Strecke als eine Art Achterbahn und sprach über die besondere Wirkung der berühmten Kurvenkombination Eau Rouge und Raidillon.
Karrierebeginn als BMW-Testingenieur
Im Juli 1998 begann Krack bei BMW als Testingenieur. Dort arbeitete er an der Untersuchung und Verbesserung von Fahrzeugen.
Bei Tests müssen Ingenieure Messwerte sammeln, technische Probleme erkennen und Lösungen entwickeln. Diese Arbeit verlangt Genauigkeit, Geduld und ein gutes Verständnis für das Verhalten eines Autos.
Die Verbindung zwischen Ingenieurskunst und Rennsport zeigt sich auch in der Geschichte von Ferdinand Porsche. Bei Krack lag der Schwerpunkt jedoch von Beginn an stärker auf moderner Fahrzeugleistung und professionellen Rennprogrammen.
Der Wechsel zu Sauber
Im Jahr 2001 verließ Krack BMW und wechselte zum Schweizer Formel-1-Team Sauber. Er begann dort als Ingenieur für Datenanalyse.
Seine Aufgabe bestand darin, Informationen aus dem Fahrzeug auszuwerten. Dazu gehören unter anderem Rundenzeiten, Bremsverhalten, Geschwindigkeit, Reifenleistung und die Reaktionen des Autos auf verschiedene Einstellungen.
Durch seine gute Arbeit erhielt er mehr Verantwortung. Ende 2003 wurde er Renningenieur von Felipe Massa und arbeitete eng mit dem späteren Ferrari-Fahrer zusammen.
Chefingenieur bei BMW Sauber
Nachdem BMW das Sauber-Team übernommen hatte, stieg Krack zum Chef-Renningenieur auf. Eine offizielle BMW-Teamübersicht führte ihn 2007 in dieser leitenden Position.
In dieser Rolle koordinierte er wichtige technische Abläufe während der Rennwochenenden. Er arbeitete mit den Renningenieuren, Fahrern und weiteren Fachabteilungen zusammen.
Zu dieser Zeit gehörten Nick Heidfeld, Robert Kubica und Sebastian Vettel zum Umfeld des Teams. Krack begleitete Vettel bei Test- und Trainingseinsätzen vor dessen erstem Formel-1-Rennen.
Die Arbeit bei BMW Sauber zeigte, dass er technische Fähigkeiten mit Organisation verbinden konnte. Diese Mischung wurde später zu einem wichtigen Teil seiner Führungspositionen.
Erfahrungen in Formel 3 und DTM
Nach seiner ersten Zeit in der Formel 1 arbeitete Krack in der Formel 3. Dort sammelte er Erfahrung mit jungen Fahrern und kleineren, beweglicheren Rennteams.
Später kehrte er zu BMW zurück und übernahm technische Verantwortung im DTM-Programm. Die Deutsche Tourenwagen-Masters stellt andere Anforderungen als die Formel 1, weil die Fahrzeuge und Rennabläufe anders aufgebaut sind.
Ein Fahrer, der in der modernen DTM und im GT-Sport Erfolge feierte, ist Ricardo Feller. Kracks Aufgabe lag dagegen hinter den Kulissen, wo er technische Leistung und Teamarbeit steuerte.
Wichtige Rolle im Porsche-Langstreckenprogramm
Zwischen seinen BMW-Stationen arbeitete Krack für Porsche. Dort war er als Leiter der Streckeningenieure im Langstreckenprogramm tätig.
Er war an den Vorbereitungen für den Porsche 919 Hybrid beteiligt. Dieses Fahrzeug wurde für die Langstrecken-Weltmeisterschaft entwickelt und verband einen Verbrennungsmotor mit moderner Hybridtechnik.
Langstreckenrennen verlangen nicht nur Geschwindigkeit. Zuverlässigkeit, Energieverbrauch, Reifenmanagement und präzise Zusammenarbeit sind ebenso wichtig.
Diese Erfahrung erweiterte Kracks Wissen über komplexe Rennprogramme. Sie half ihm später, verschiedene technische Abteilungen und internationale Teams zu führen.
Rückkehr zu BMW Motorsport
Krack kehrte 2014 zu BMW zurück und übernahm in den folgenden Jahren mehrere leitende Aufgaben. Er arbeitete in Programmen aus den Bereichen Formel E, GT-Rennsport, IMSA und Langstrecke.
Später wurde er Leiter von BMW M Motorsport. Damit war er für einen großen Teil der weltweiten Rennaktivitäten des Herstellers verantwortlich.
Unter seiner Führung beschäftigte sich BMW unter anderem mit dem M4 GT3 und dem Einstieg in die LMDh-Klasse. Dabei arbeitete das Unternehmen mit dem italienischen Rennwagenhersteller Dallara zusammen.
Die BMW Group bestätigte 2022, dass Krack das Unternehmen aus eigenem Wunsch verließ, um seinen Traum von einer Rückkehr in die Formel 1 zu erfüllen.
Wechsel zu Aston Martin
Am 14. Januar 2022 gab Aston Martin seine Verpflichtung als neuen Teamchef bekannt. Er folgte auf Otmar Szafnauer und übernahm die Verantwortung für die technische und operative Führung des Rennstalls.
Der Wechsel brachte Krack zurück in die Formel 1. Gleichzeitig arbeitete er erneut mit Sebastian Vettel zusammen, den er bereits aus der gemeinsamen Zeit bei BMW Sauber kannte.
Als Teamchef musste er nicht nur Entscheidungen über das Auto treffen. Er koordinierte Personal, Fahrer, technische Abteilungen, Rennstrategie und langfristige Ziele.
Diese Rolle ist mit der Arbeit eines Trainers vergleichbar. Wie bei einem erfahrenen Strategen wie Ernst Middendorp kommt es auf klare Entscheidungen, Teamdisziplin und den Umgang mit Druck an.
Der sportliche Aufschwung 2023
Die Formel-1-Saison 2023 wurde zum bisher stärksten Jahr seiner Zeit bei Aston Martin. Fernando Alonso erreichte acht Podestplätze.
Besonders zu Beginn der Saison gehörte Aston Martin zu den engsten Verfolgern von Red Bull. Das Team zeigte, dass die technische Entwicklung und die Verpflichtung eines erfahrenen Fahrers Wirkung hatten.
Im weiteren Verlauf konnten andere Teams schneller neue Verbesserungen bringen. Dennoch beendete Aston Martin die Konstrukteurswertung auf dem fünften Platz.
Für Krack war diese Saison ein wichtiger Erfolg. Sie bewies, dass der Rennstall unter günstigen Bedingungen regelmäßig um Podestplätze kämpfen konnte.
Schwierige Entwicklung im Jahr 2024
Die Saison 2024 verlief weniger erfolgreich. Aston Martin konnte den Abstand zur Spitze nicht verkleinern und erreichte keinen Podestplatz.
Krack sprach offen über die Probleme. Er erklärte, dass das Team seine Entwicklungsrichtung verstehen und aus Fehlern lernen müsse.
Sein Umgang mit der schwierigen Lage zeigte eine direkte und realistische Führungsart. Statt schnelle Versprechen zu machen, betonte er langfristige Verbesserung und ehrliche Analyse.
Neue Position als Chief Trackside Officer
Am 10. Januar 2025 änderte Aston Martin seine Führungsstruktur. Krack gab die Position des Teamchefs ab und wurde Chief Trackside Officer.
In dieser Funktion leitet er die Mannschaft an der Rennstrecke. Sein Team soll an jedem Grand-Prix-Wochenende die bestmögliche Leistung aus dem Fahrzeug holen.
Die Abteilungen an der Strecke und auf dem Technologiecampus wurden klarer voneinander getrennt. Dadurch kann sich die Rennmannschaft stärker auf Abstimmung, Strategie und unmittelbare Leistung konzentrieren.
Der Aston Martin Aramco Formula One Team beschrieb seine Aufgabe ausdrücklich als Führung des streckenseitigen Teams.
Aktuelle Aufgabe in der Saison 2026
Auch im Juni 2026 arbeitet Krack weiterhin als Chief Trackside Officer. Er ist an der Einführung und Entwicklung des AMR26 beteiligt.
Das neue Fahrzeug entstand für die stark veränderten Formel-1-Regeln von 2026. Aston Martin begann zugleich eine neue technische Zusammenarbeit mit Honda.
Der Saisonstart war schwierig. Deshalb setzte das Team auf ein großes Entwicklungspaket statt auf viele kleine Änderungen.
Krack erklärte, dass sich eine Mannschaft nach einer gemeinsamen Entscheidung vollständig auf den gewählten Weg konzentrieren müsse. Diese Haltung zeigt seinen Fokus auf Zusammenhalt, Widerstandskraft und langfristige Arbeit.
Führungsstil und Arbeitsweise
Krack gilt als ruhiger und sachlicher Manager. Er setzt auf Respekt, klare Kommunikation und praktische Entscheidungen.
In der Formel 1 entstehen viele Entscheidungen unter starkem Zeitdruck. Ein Team muss während eines Rennens schnell auf Wetter, Reifenverschleiß, Unfälle oder technische Probleme reagieren.
Seine technische Erfahrung hilft ihm, Informationen von Ingenieuren und Fahrern einzuordnen. Gleichzeitig muss er dafür sorgen, dass verschiedene Abteilungen gemeinsam handeln.
Ein ähnlicher Karrierewechsel vom Fahrer zum erfolgreichen Teamleiter ist bei Michael Bartels zu sehen. Krack erreichte seine Führungsposition jedoch vollständig über den technischen Weg.
Familie und Interesse am Kartsport
Krack verbringt freie Wochenenden gerne mit seiner Familie an einer Kartstrecke. Er erklärte, dass auch seine Kinder fahren und bei den Rundenzeiten immer näher an ihn herankommen.
Dabei geht es ihm nicht nur um Geschwindigkeit. Er bringt ihnen auch bei, die Kette zu pflegen, den Reifendruck zu prüfen und alle Schrauben zu kontrollieren.
Diese gemeinsame Aktivität verbindet seine Arbeit mit seinem Privatleben. Sie zeigt außerdem, dass seine Begeisterung für Technik und Motorsport auch außerhalb der Formel 1 bestehen bleibt.
Wichtige Karrierestationen
| Jahr oder Zeitraum | Station |
|---|---|
| 1998 | Einstieg als BMW-Testingenieur |
| 2001 | Wechsel zu Sauber |
| 2003 | Renningenieur von Felipe Massa |
| 2006–2008 | Chef-Renningenieur bei BMW Sauber |
| Ab 2009 | Arbeit in der Formel 3 |
| Ab 2010 | Technische BMW-DTM-Rolle |
| 2013–2014 | Porsche-Langstreckenprogramm |
| Ab 2014 | Rückkehr zu BMW |
| Bis 2022 | Leiter von BMW M Motorsport |
| 2022–Januar 2025 | Teamchef von Aston Martin |
| Seit Januar 2025 | Chief Trackside Officer bei Aston Martin |
Bedeutende Leistungen
Zu seinen wichtigsten Leistungen gehört der Aufstieg vom Testingenieur zum Leiter großer internationaler Motorsportprogramme.
Bei BMW Sauber trug er technische Verantwortung in einer Phase, in der das Team regelmäßig um starke Ergebnisse kämpfte.
Bei Porsche sammelte er Erfahrung mit dem technisch anspruchsvollen 919-Hybrid-Projekt.
Als Leiter von BMW M Motorsport verantwortete er Programme in mehreren Rennserien und unterstützte die Vorbereitung des LMDh-Projekts.
Bei Aston Martin führte er das Team durch die erfolgreiche Saison 2023 mit acht Podestplätzen und blieb auch nach der Neuordnung der Führung ein wichtiger Teil der Rennmannschaft.
Fazit
Mike Kracks Karriere zeigt, wie weit technisches Wissen, Erfahrung und ruhige Führung im Motorsport führen können. Er begann als Testingenieur und arbeitete sich bis an die Spitze eines Formel-1-Teams vor.
Seine Laufbahn führte durch BMW, Sauber, Porsche und Aston Martin. Dadurch kennt er Formel 1, DTM, GT-Sport, Langstreckenrennen und elektrische Rennserien.
Heute konzentriert er sich auf die Arbeit an der Rennstrecke. Dort verbindet er technische Daten, Strategie und Teamführung, um Aston Martin durch eine anspruchsvolle Entwicklungsphase zu führen.
Häufig gestellte Fragen
Wer ist Mike Krack?
Er ist ein luxemburgischer Motorsport-Ingenieur und Chief Trackside Officer des Aston Martin Formula One Teams.
Wann wurde Mike Krack geboren?
Er wurde am 18. März 1972 geboren.
Wie alt ist Mike Krack?
Er ist im Juni 2026 54 Jahre alt.
Welche Nationalität hat Mike Krack?
Er besitzt die luxemburgische Nationalität.
Wann begann seine Motorsportkarriere?
Seine professionelle Karriere begann 1998 als Testingenieur bei BMW.
War er Teamchef von Aston Martin?
Ja, er leitete das Team von 2022 bis Januar 2025.
Welche Position hat er heute?
Er arbeitet als Chief Trackside Officer und führt das streckenseitige Team von Aston Martin.
Für welche Unternehmen hat er gearbeitet?
Zu seinen wichtigsten Stationen gehören BMW, Sauber, Porsche und Aston Martin.
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